Anke Holst Digitales im öffentlichen Dienst
Digitales im öffentlichen Dienst

Wo Digitalisierung Menschen betrifft

Welche Kompetenzen brauchen wir in der neuen Arbeitswelt? Das fragen heute viele. Da wir aber begrifflich nicht genug zwischen verschiedenen Themen abgrenzen, ist es unmöglich, das Thema wirklich irgendwie praktisch anzugehen.

Bevor alles, was mit Neuerungen zu tun hat, unter dem großen, nebulösen Begriff Digitalisierung zusammengefasst wurde, hatten wir den Anspruch, verständliche Namen für neue Entwicklungen zu finden. Das hat nicht immer gut funktioniert. Zum Beispiel Enterprise 2.0 – wer weiß schon noch, was das mal heißen sollte? Die Begriffsverwirrung war 2015 noch ein Thema, ist es aber wohl immer weniger. (Es ging um den technologischen Teil von social Collaboration, die verschiedenen Plattformen und ihre Vernetzung.)

Die Probleme sind jetzt weniger spezifisch. Weil Neues viele verschiedene Spezialisierungsrichtungen betrifft, sogar bevor wir mit den Menschen sprechen, die die eigentliche Arbeit machen, haben wir alle eine Meinung, und so werden Entscheidungen immer und immer schwieriger. Eine völlige Lähmung ist in manchen Organisationen zu beobachten. Was mich gar  nicht wundert.

Ich denke nicht, dass man als gestresste Führungskraft alles lernen kann, was der Begriff Digitalisierung beinhalten kann.

Aber: Die Kompetenz, die man braucht, um Kommunikation neu zu denken? Sie ist immer noch eine Grundlage jeder Organisation, und muss deshalb mehr in den Mittelpunkt gerückt werden. Anderes kann man anderen überlassen, aber über sein Herangehen an eine verbesserte – oder sogar von Grund auf veränderte – Kommunikation kann man nur selbst anpacken. Und da man das ja im Zuge des Innovationsschubs von seinen Mitarbeitern erwartet, ist es nur fair, diesen Prozess auch selbst ganz transparent anzugehen.

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