Anke Holst Interkulturelles Training für den Ayurveda-Bereich
Interkulturelles Training für den Ayurveda-Bereich

Ayurveda und Yoga frauenfeindlich?

Wahrscheinlich eher weniger. Es sind zum großen Teil Frauen, die diese Szene tragen.

Aber:

Religiöse Gruppierungen sind ein Teil der Yoga-Szene geworden. Radhanath Swami, zum Beispiel, ist nicht nur ein akrives Mitglied von ISKCON (der offizielle Name der Hare Krishnas, die fundamentalste und frauenfeindlichste hinduistische Sekte), sondern auch einer der leitenden Mitglieder der zentralen Führungsgruppe, obwohl man das auf seiner Website nicht wirklich sieht. Er entwickelt eine riesige Yoga-Teacher-Training Community und andere Gurus kommunizieren jetzt, weil er so erfolgreich ist, auch mehr mit dieser Zielgruppe im Blick.

Leider sind religiöse Gruppen im hinduistischen Umfeld oft, und im Fall von ISKCON sogar sehr, frauenfeindlich. Wir sind damit zu meiner Zeit einigermaßen erfolgreich umgegangen. Haben die Männer zum Beispiel einfach ignoriert und einfach unser Ding gemacht.

Die Devotees, die jetzt dazu kommen, sind wieder so fanatisch wie wir früher, und leider haben sie keine starken weiblichen Vorbilder. Es wird wieder gegen Frauen gepredigt, sogar von Frauen. Der Kölner Tempel ist ein Produkt der Arbeit von Frauen. Er ist wunderschön. Und: er existiert, als einziger innerstädtischer Tempel in Deutschland der überhaupt in ISKCON-Besitz ist.

Wenigstens dort dürfte niemand irgendetwas gegen Frauen sagen. Aber es geschieht, weil unsere Geschichten nicht weitererzählt werden, und weil die Bücher zu 100 Prozent gegen Frauen argumentieren. Die Gurus und Prediger und Lehrer sind immer noch nur Männer.

Wenn die Hare Krishnas ein ganz normaler Teil der Ayurveda/Yoga Szene werden, müssen wir Alten aktiv werden. Sonst sind es nur die Neuen, die das frauenfeindliche Predigen der Bücher von AC Bhaktivedanta Swami eins zu eins wiederholen, und irgendwann könnte die tolle neue Ayurveda/Yoga Szene, die gerade von starken Frauen aufgebaut wird, zum völligen Verlust jeglicher Frauenrechte führen.

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